Stehen wir vor der Superkatastrophe?

Atomwolke über Nagasaki.
Hiromichi Matsuda (松田 弘道, 1900-1969)[2], Public domain, via Wikimedia Commons
Russland soll besiegt werden. Selenskyj fordert Kampfjets und Langstreckenraketen und wird sie erhalten. Der nukleare Schlagabtausch wird wahrscheinlicher. Dabei ist unser Überleben im Atomzeitalter nur durch gemeinsame Sicherheit erreichbar.

Unsere Politik beruht auf der  „Fähigkeit, bis an den Rand eines Krieges zu gehen, ohne in einen Krieg zu geraten.(…) Wenn man Angst davor hat, bis an den Rand des Abgrunds zu gehen, ist man verloren.“1 So beschrieb der US-Außenminister der 1950er-Jahre John Foster Dulles seine „Politik am Abgrund“, die als Brinkmanship bezeichnet wird. Schritt für Schritt wird der Gegner unter Druck gesetzt. Entweder er gibt schließlich auf und tut, was die Gegenseite verlangt, oder die Kontrahenten stürzen gemeinsam in den Tod. Brinkmanship setzt alles auf eine Karte.

Welt im Belagerungszustand

Ein Beispiel für Brinkmanship war die Kuba-Krise im Oktober 1962. Vor hundert Millionen Fernsehzuschauern und Radiohörern verkündete US-Präsident John F. Kennedy damals: „Wir werden nicht verfrüht oder unnötigerweise einen weltweiten Nuklearkrieg riskieren, (…) aber wir werden vor diesem Risiko auch nicht zurückschrecken, wenn wir ihm gegenüberstehen“.2 Im Beraterstab des Präsidenten war man sich im Klaren darüber, dass im Poker um geopolitischen Einfluss auch die globale Atomkatastrophe in Kauf genommen wurde und damit das Überleben der Menschheit auf dem Spiel stand. Auf der Basis eines Kompromissangebots gab aber schließlich einer der beiden Kontrahenten, die Sowjetunion, nach. Der große Knall konnte in letzter Minute noch einmal abwendet werden.

Ob das im Ukraine-Konflikt gelingen wird, steht in den Sternen. Wie in der Kuba-Krise wollen beide Seiten Ziele erreichen, die die jeweils andere unter allen nur denkbaren Umständen verhindern möchte. Russland will bestimmen, wie und mit welchem Territorium die Ukraine weiter existieren kann, der Westen will Russland besiegen, es maßgeblich schwächen oder dort einen Regime-Change bewerkstelligen. Jede Seite glaubt, den Zwist militärisch lösen zu müssen, jede Seite eskaliert, jede Seite setzt auf Sieg oder Niederlage. Würde man das Ausmaß der Gefahr erkennen, würden beide Seiten verhandeln wollen und Angebote dazu unter allen Umständen den militärischen Aktivitäten vorziehen, gleichgültig von welcher Seite sie kommen. Denn wie in der Kuba-Krise geht es wieder einmal ums Ganze. Und dieses Ganze ist schlicht unser aller Leben auf diesem Globus.

Doch der Vergleich mit der Kuba-Krise zeigt einen geradezu haarsträubenden Unterschied: Den Beteiligten am Ukraine-Konflikt scheint überhaupt nicht bewusst zu sein, auf was sie sich da eingelassen haben. Zwar gibt es Warner, vor allem auch aus dem militärischen Bereich. Die Politik aber scheint vergessen zu haben, dass sich die Welt nach wie vor in einer Art Belagerungszustand befindet. Tausende von Atomsprengköpfen und sehr konkrete Vernichtungspläne in West und Ost können jederzeit allem, was wir gewohnt sind, ein grausames Ende setzen.

Das grundlegende Merkmal dieses Verhaltens ist der Realitätsverlust. Man wähnt sich im 19. Jahrhundert. Jedenfalls in einer Welt, in der es noch keine Atomwaffen gab und Krieg noch ein kalkulierbares Mittel der Politik war. Damals hätten sicher die Waffen entschieden, vielleicht nach dem Modell des Krimkriegs 1853 – 1856, als Russland verlustreich, aber mit Erfolg in seine Schranken gewiesen wurde, nachdem es Gebiete in Südosteuropa besetzt hatte. Gegenwärtig dagegen befinden wir uns – wie es der Ex-Brigade-General Erich Vad ausdrückte – auf einer „Rutschbahn“3, und es ist völlig unklar, von welchem Punkt an es kein Halten mehr gibt.

Kernwaffen sind Kriegsführungswaffen

Zwei grundsätzliche Tatbestände verstärken die Wahrscheinlichkeit, dass im Ukrainekrieg Nuklearwaffen eingesetzt werden. Der vielleicht wichtigste resultiert aus der Tatsache, dass Kernwaffen schon lange weder in den USA und damit der NATO noch in Russland als absolut tabu gelten. Das ist ein Unterschied zur deutschen Sicht, in der Atomwaffen alleine als Mittel der Abschreckung gesehen werden.4 Sowohl in den USA wie in Russland, auf die es in diesem Konflikt ankommt, sind sie Kriegsführungswaffen. Sie warten darauf, auch benutzt zu werden und haben ihren Platz im Arsenal der Optionen auf dem Schlachtfeld, aber auch für die interkontinentale Auseinandersetzung. Was Russland angeht, so ist es mit knappem Vorsprung die stärkste Atommacht,5 nur die konventionelle Rüstung ist im Vergleich zur NATO schwach.6 „Russland versteht (…) nukleare Waffen als integralen Teil seiner Militärmacht und vor allem als Kompensation für fehlende konventionelle Kräfte gegenüber der NATO“, so der ehemalige Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik Karl-Heinz Kamp.7

Neben dieser Einschätzung atomarer Waffen als ganz normale Kriegsmittel8 sollte man zur Kenntnis nehmen, wie sich Russland, wenn es ernsthaft in Bedrängnis gerät, verteidigen würde. Diesen Aspekt zu berücksichtigen ist keine Übernahme der russischen Propaganda, sondern ein Perspektivenwechsel, der jeder realistischen militärischen Lagebeurteilung zugrunde liegt. Die eigenen Kriegsziele sollten im Bereich des Möglichen liegen und möglich ist nur, was der Gegner nicht verhindern kann.

Völlig ausgeschlossen ist es zunächst, dass Russland besiegt werden kann. Kaum zu erklären ist, weshalb ein so unrealistisches Ziel so oft zu hören ist. Die Eliten rund um Putin befürchten vor allem die Destabilisierung ihrer Macht, etwa durch eine vom Westen angeheizte Farbenrevolution im Stil der Ukraine oder durch eine militärische Niederlage. Absolut unwahrscheinlich ist es daher, dass sie eine Rückeroberung der Krim oder der annektierten Gebiete im Donbass hinnehmen würden, die als Teil des russischen Staatsgebiets betrachtet werden. Entsprechend seiner Nukleardoktrin und in deren Logik könnte Russland Angriffe auf diese Gebiete auch mit Atomwaffen verteidigen wollen. Keine Rolle spielt dabei, wie der Westen diese Angelegenheit sieht. Nicht oft genug kann betont werden: Den Verlauf eines Krieges bestimmen zwei oder mehrere Teilnehmer, selten nur einer. Nicht lediglich unsere eigene Interpretation der Situation ist hier von Bedeutung, sondern auch diejenige, die die Gegenseite für richtig hält.

Wie gesagt: Befänden wir uns im 19. Jahrhundert, wäre Russland leicht zu besiegen. Seine Schwäche im Bereich der konventionellen Bewaffnung könnte es heute aber durch eine Art Flexible-Response-Strategie ausgleichen wollen. Dies würde jener Vorgehensweise entsprechen, die für die NATO im Kalten Krieg galt. Sollte die damals konventionell überlegene Sowjetunion anders nicht zurückzuschlagen sein, hätte man abgestuft Nuklearwaffen eingesetzt, ausdrücklich auch in Form eines Erstschlags. Russland verfügt über ein breites Spektrum vielfältiger, spezialisierter und hoch modernisierter Kernwaffen für eine Vielzahl von Optionen. Absolut unerklärlich ist es, weshalb so viele davon ausgehen, dass diese Streitmacht niemals eingesetzt wird, auch nicht, wenn Russland konventionell vor einer Niederlage stünde.

Was wird Putin tun?

Wo man nicht den Kopf in den Sand steckt wie in der deutschen Politik oder in deren Leitmedien, werden im Westen etliche Optionen diskutiert, die Putin wählen könnte.9 Eine Demonstrationsdetonation über dem Schwarzen Meer oder hoch über Kiew und noch ohne Zerstörungen, einfach um zu zeigen, dass es jetzt ernst wird? Ein präziser Schlag mit einer taktischen Waffe gegen Waffenlieferungen aus dem Westen? Ein Enthauptungsschlag gegen die ukrainische Führung? Nun kommt alles darauf an, wie die USA bzw. die NATO reagieren würden. Das muss nicht unbedingt nuklear sein, und ein russischer Erstschlag könnte auch jede weitere Eskalation verhindern, gerade deshalb ist er so wahrscheinlich. Der Schock, dass die nukleare Schwelle übertreten wurde, könnte zu sofortigen Friedensverhandlungen führen. Genauso denkbar ist aber der große europäische Krieg, der sich zu einem Weltkrieg ausweitet.

Wie grundsätzlich beim nuklearen Abschreckungsspiel weiß man, dass es nur funktioniert, wenn die Mitspieler verantwortungsvoll rational handeln. Abschreckung, die nicht fehlschlagen soll, setzt also auf ein Menschenbild, bei dem es sich fragt, wie realistisch es ist. Leider hängt in Russland wie auch in den USA die Entscheidung über den Einsatz von Nuklearwaffen alleine von den Männern an der Spitze ab. In den USA entscheidet alleine der Präsident, in Russland nach allem, was man darüber weiß Putin und zwei seiner Spitzengeneräle.10 Das Wohl und Wehe der Menschheit ist in dieser Hinsicht also auf der einen Seite an eine kleine Gruppe von Machtmenschen geknüpft und auf der anderen Seite des Atlantiks an einen Greis, der im Verdacht steht, erste Anzeichen von Demenz zu zeigen.

Zwangslagen und Wahnsinnsoptionen

Ein schwerwiegendes Problem in einer Welt, die Atomwaffen für unentbehrlich hält, ist die Verengung des Entscheidungsspielraums. Würde man zu Verhandlungen übergehen, hätte man eine reichhaltigere Auswahl an Lösungsmöglichkeiten. Differenzierungen und Kompromisse würden sichtbar werden. So aber, und solange der Waffengang anhält, entsteht möglicherweise ein Zwang, bis zum Äußersten zu gehen. Aus russischer Sicht

hieße das eventuell: Atomwaffeneinsatz oder Untergang und das durchaus auch unter Einsatz aller verfügbaren Mittel. Weil die andere Seite, der Westen, das weiß, gerät eine militärische Vorgehensweise in den Fokus, die eigentlich von allen Beteiligten unbedingt vermieden werden möchte: der weltweite strategische Nuklearkrieg.

Diese Wahnsinnsoption, wie irrational sie auch sein mag, da ihre Konsequenzen für alle fürchterlich wären, folgt aus der gegenseitigen Bedrohung im Sinn eines Showdowns. Wer sich mit entsicherten Revolvern gegenübersteht, weiß nicht, was der andere im nächsten Augenblick tun wird. Es könnte zu etwas kommen, was der Historiker Robert Kann als „Selbstmord aus Angst vor dem Tod“ bezeichnet hat.11 Während des gesamten Kalten Kriegs schwebte diese Horrorvorstellung wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Menschen. Amerikanische wie sowjetische Strategen heckten zahllose Szenarien aus, wie damit umzugehen sei. Insbesondere von den USA und zu Beginn des Kalten Kriegs wurden mehrere Pläne entwickelt, den Ostblock mit einem einzigen gewaltigen atomaren Angriff vollkommen auszulöschen.12Der Überraschungseffekt wäre dabei entscheidend gewesen. Sämtliche Waffenstandorte aber auch die feindlichen Großstädte sollten dem Erdboden gleichgemacht werden. Und das nicht, weil US-Amerikaner besonders böse Menschen sind, sondern weil man von der anderen Seite Gleiches erwartete.

Diese selbst geschaffene Zwangslage eines alternativlosen Entweder-Oder an der Grenze von Leben und Tod ist gegenwärtig erneut aktuell. Feindbilder werden – nicht zuletzt auch in Deutschland – nach Kräften wiederbelebt. Sie sind die Voraussetzung dafür, dem Gegner alles zuzutrauen. Ohne Feindbild und unter Freunden könnten sämtliche Nuklearwaffen verschrottet werden. So aber fragt sich jede Seite: Auf welcher Stufe der Eskalation könnte der böse Feind auf den Gedanken kommen, einen Überraschungsschlag zu riskieren? Und zwar auf der Basis hochgradig modernisierter Waffen, die wesentlich präziser als früher die Arsenale der anderen Seite ausschalten und damit seine Zweitschlagsfähigkeit beeinträchtigen könnten.

Und wieder stellt sich die Frage: Wie rational, wie verantwortungsvoll werden sich die Spieler in diesem Spiel am Abgrund verhalten? Oder werden sie – je länger sich eine Krise hinzieht – irgendwann die Nerven verlieren? Ausgerechnet der Atomstratege Herman Kahn, der als Berater in der ersten Phase des Kalten Kriegs in den USA den Ton angab, wies immer wieder auf den Stressfaktor hin. Die ungeheure Anspannung während einer Krise unter atomarer Bedrohung könnte schließlich zu der Überzeugung führen, dass es, um der Gegenseite zuvor zu kommen „sicherer ist, den Erstschlag zu führen, als es nicht zu tun. (…) Der Ausbruch eines Atomkriegs wäre damit auf eine Negativrechnung zurückzuführen, deren Ergebnis einen Erstschlag als letzten Ausweg aufzeigt.“13

Der Zufall führt Regie

Überhaupt ist die Showdown-Situation unter den Bedingungen von Brinkmanship ein Glücksspiel, bei dem mehr falsch als richtiggemacht werden kann. Der Zufall führt Regie. Und zwar vor allem im Hinblick auf das Informationsproblem. Idealerweise wüssten alle Kontrahenten genau Bescheid über das, was die andere Seite plant und über das, was gerade abläuft. Nichtwissen, Irrtum oder Fehlwahrnehmungen passen einfach nicht in ein Spiel um das Überleben ganzer Kontinente oder gar der gesamten Welt. Wie viele Schlachten wurden verloren, weil die Feldherren das Verhalten des Feindes falsch interpretierten? Oder weil die Erwartungen und Planungen der Militärstrategen die Realität verfehlten?

Fast noch gefährlicher als derartige Fehleinschätzungen ist aber die Tatsache, dass sich heute Maschinen irren, von denen unser Überleben abhängt. Die Rede ist vom möglichen Versagen der computergestützten Frühwarnsysteme. „Weder Menschen noch Maschinen“ – so die Informatikprofessoren Karl Hans Bläsius und Jörg Siekmann –  „können bei Alarmmeldungen in Frühwarnsystemen in so kurzer Zeit fehlerfrei entscheiden, da die Datengrundlage unsicher, vage und unvollständig und eine Überprüfung durch Menschen in der zur Verfügung stehenden Zeit nicht möglich ist.“14 Immerhin rauschen Angriffsraketen heute oft mit 24 000 Stundenkilometern heran. Eine nukleare Katastrophe aus Versehen ist also durchaus nicht unwahrscheinlich.15 In einem Offenen Brief an den Bundeskanzler hat die Gesellschaft für Informatik unlängst ausdrücklich vor einem solchen versehentlich ausgelösten Atomkrieg gewarnt.16

Gemeinsame Sicherheit

Was ist die Lehre, die aus einer derartigen Lage gezogen werden sollte? Sie wird mit einem einzigen Begriff charakterisiert: gemeinsame Sicherheit. Irgendwie galt es schon immer, aber im Atomzeitalter vor allem: Die eigene Sicherheit kann nicht gegen, sondern nur mit und im Einvernehmen mit der Gegenseite erreicht werden. Zurzeit wird dieser Ansatz leichtfertig in den Wind geschlagen. Vergessen wird, dass ein „Sieg“ unter atomaren Bedingungen gleichbedeutend mit einer Niederlage sein kann. Gesiegt, so könnte man sagen, wird nur gemeinsam oder gar nicht. Der gegen den Kontrahenten durchgeprügelte „Sieg“ ist unter atomaren Bedingungen möglicherweise ein Desaster, das als welthistorische Superkatastrophe bezeichnet werden kann. Längst ist bekannt, dass bereits ein ziemlich „kleiner“ nuklearer Schlagabtausch die Atmosphäre so sehr mit Rauch und Ruß belasten könnte, dass es zu einem monatelangen „nuklearen Winter“ und in dessen Gefolge zu weltweiten Ernteausfälle kommen könnte. Unvorstellbare Hungersnöte würden folgen.17 Doch sowohl die Öffentlichkeit wie auch die militärischen Planer scheinen davon kaum beeindruckt zu sein.

Dabei gehört das Atomaffenproblem in den Zusammenhang jener Fragen, die die Menschheit an eine Grundtatsache erinnert: Es gibt nur eine Erde, nur ein einziges Ökosystem, nur einen einzigen Planeten, auf dem wir überleben können. Kooperation ist dementsprechend keine rein moralische Forderung, sondern eine logisch zu Ende gedachte Konsequenz des Überlebensinteresses. Wenn in Deutschland gegenwärtig ausgerechnet die Grünen diesen Zusammenhang ignorieren, indem sie die nukleare Auseinandersetzung riskieren, zeigt das, wie weit sie sich von ihren Ursprüngen in den 1980er-Jahren entfernt haben. Denn „Ökopax“ – so nannte man das damals – ist tatsächlich die Kurzformel, um das Weiterleben auf diesem Globus zu ermöglichen. Frieden, vor allem Atomfrieden – das war einmal grünes Grundwissen – muss engstens mit der ökologischen Frage zusammen gedacht werden. Nicht zuletzt auch, weil im Falle einer nuklearen Auseinandersetzung die ökologische Frage von der Friedensfrage gar nicht mehr zu unterscheiden wäre. Es gibt keine schlimmere Gefährdung der Umwelt als der Atomkrieg.

Fragt sich schließlich, wie der Ukrainekrieg so zu beenden ist, dass durch ihn nicht ein weit schlimmeres Problem entsteht. Das entspricht dem Grundsatz, dass die Verhinderung des größeren Übels Vorrang vor der Bekämpfung des kleineren hat. Ist das zu verhindernde größere Übel von einem solchen Ausmaß, ist die Superkatastrophe so unermesslich gewaltiger als alle eventuell negativen Konsequenzen, die ein russischer Erfolg haben könnte, ist die sofortige Beendigung dieses Kriegs erstes Gebot. Das gilt auch dann, wenn die Superkatastrophe nicht sicher eintritt. Alle Spekulationen darüber, ob sie eintritt oder nicht, bleiben subjektiv. Sprengt der mögliche Schaden jedes denkbare Maß, ist es moralisch geboten, alles, wirklich alles zu tun, um ihn zu verhindern. Stattdessen führt die politische Klasse die Menschheit in eine Situation, die sie weder tragen noch verantworten kann. Solange Atomwaffen existieren, sind Drahtseilakte an der Grenze des Abgrunds schlicht unerlaubt.

 

Fußnoten

Brinkmanship – Wikipedia

2  Zit. nach: Bernd Greiner, Made in Washington, 2. Aufl. München 2021, S. 42f.

Ex-Brigade-General Erich Vad fragt: Was sind die Kriegsziele? – infosperber

4 Peter Rudolf, Zur Politik und Ethik nuklearer Abschreckung unter veränderten internationalen Bedingungen, in: Ines-Jacqueline Werner, Nukleare Abschreckung in friedensethischer Perspektive, Wiesbaden 2019, S. 85 – 104.

5 Anzahl Atomsprengköpfe weltweit 2022 | Statista

6 Vergleich des Militärs von NATO und Russland 2022 | StatistaRussland, Ukraine, Nato: Streitkräfte im Vergleich – welche Länder haben Atomwaffen? (rnd.de)

Das atomare Element im Russland-Ukraine-Konflikt | Bundesakademie für Sicherheitspolitik

8 2022A59_RusslandsNukleareAbschreckung.pdf  – Aporien der Nukleardoktrin.pdf

What If Russia Uses Nuclear Weapons in Ukraine? – The Atlantic (archive.org)

10 Bernd Greiner, Made in Washington, Was die USA seit 1945 in der Welt angerichtet haben, 2. Aufl. München 2021, S. 219ff.

11  Robert A. Kann, Werden und Zerfall des Habsburgerreiches, Graz 1962, S. 170.

12 David Horowitz, Kalter Krieg, Hintergründe der US-Außenpolitik von Jalta bis Vietnam, Bd. 2 Berlin 1962, S. 102f.

13 Herman Kahn, Nachdenken über den Atomkrieg, Konflikt-Szenarios mit simulierten Situationen im Dienst der  Friedensstrategie, Bern, München 1984, S. 174f.

14 Karl Hans Bläsius, Jörg Siekmann, KI in Frühwarnsystemen für nukleare Bedrohung, in: Bläsius/Schwalb/Staack (Hg.): Künstliche Intelligenz und nukleare Bedrohungen, Opladen, Berlin., Toronto 2022, S. 11 – 21, Zit. S. 20.

15 Atomkrieg aus Versehen – www.atomkrieg-aus-versehen.de

16 „Atomkrieg aus Versehen“: Gesellschaft für Informatik sieht reale Gefahr | Telepolis

17  Nuclear Famine Report: Nukleare Hungersnot | ICAN Deutschland (icanw.de)

Ähnliche Beiträge:

72 Kommentare

  1. Ich habe in den letzten Tagen intensiv mit Befürwortern der Eskalation des Ukrainekrieges diskutiert.

    Einmal mit einem totalen Psychopathen der Bundeswehr, der sehr gut informiert war, z.B. was interne NATO-Politik ist oder in der Ramstein-Gruppe verbreitet wird. Der sagte offen, dass er vom militärisch-industriellen Komplex profitiert, mehr davon will, den Alleinherrschaftsanspruch der USA will und dass es ihm egal ist, wenn es einen Atomkrieg gibt und er dabei stirbt. Der Mann war im besten Fall rechtskonservativ, ging aber eher in Richtung Faschist und natürlich Anti-Kommunist und russophob, also rassistisch. So viel auch zum ewigen Thema bei der Bundeswehr gäbe es kein Nazi-Problem.

    Dann habe ich mit sogenannten Linksliberalen diskutiert. Auch das war wirklich erschreckend, denn z.B. bei der Diskussion über den Holodomor (als ob es da eine Diskussion geben müsste, ob es ein Völkermord wäre) wurde auf die Entscheidung des Bundestages verwiesen und mit dem neuen StGB-Paragraphen verdeckt gedroht. Dazu wurde einseitig Literatur wie Applebaum, Synder etc. zitiert. Das wird in den nächsten Jahren nicht besser werden. Der wiki-Artikel ist schon schwer verzerrt.

    The Holodomor Genocide Question: How Wikipedia Lies to You

    https://www.youtube.com/watch?v=3kaaYvauNho

    Wir werden erleben wie kritische Literatur zum Faschismus in der Ukraine verschwinden wird, bzw. überdeckt von neuer Literatur, die das Gegenteil behauptet. Je weiter dieser Prozess geht, umso weniger werden Ukrainer und Russen überhaupt noch eine gemeinsame Basis an Fakten haben und damit keine Möglichkeit der Verständigung mehr, auch nicht für die, die vermitteln wollen. Ich habe weit mehr Quellen als die Kontrahenten gebracht und jede davon wurde sofort diffamiert und zwar nicht nur als zweifelhaft oder unbekannt, sondern gleich als Fake-News, Verschwörungstheorie und russische Propaganda, wohlgemerkt wissenschaftliche Quellen.

    Auch bei der Krim-Frage oder Russisch als Amtssprache oder überhaupt Sprache in der Ukraine, wenn man alleine die westliche und russische Wiki liest, ist der Unterschied einfach nur krass. Auffällig sind besonders die Lücken, immer wenn etwas passiert, was nicht zum Narrativ „Ukraine gut, Russland böse“ passt. Wer heute russisch in der Ukraine spricht, wird verhaftet als Kollaborateur. Gleichzeitig wird behauptet, dass die Russen ein Terrorregime in der Ukraine errichten wollen.

    Ich sehe derzeit keine Möglichkeit der Deeskalation. So etwas, wie auch diese Propaganda, habe ich noch nie erlebt. Eigentlich kann es nur böse enden.

    Andererseits so schlimm die Aussagen auch sind, selber an die Ostfront wollen 99 % dann doch nicht. Oder von Russland eine Atombombe auf die Kopf kriegen, auch nicht. Das merkt man, wenn man die Hetzer trollt und noch übertrumpft mit Eskalationsforderungen, z.B. nach Atombomben für die Ukraine. Die Meisten meinen also, das wäre ein Poker-Spiel, wo man nur dreist genug bluffen muss. Auch das kann allerdings nur schiefgehen, wenn die Russen die Karten sehen wollen und das müssen sie ja tun, um zu überleben.

    Man muss sich auch den Wahnsinn klarmachen, dass viele Linksliberale und Grüne, die ganzen „Waffen für Frieden“-Befürworter wirklich noch hunderttausende Ukrainer und Russen für den Endsieg gegen Russland opfern wollen. Das sei eben der zu akzeptierende Preis!

    Diese wahnsinnige Idee geschieht unter der Prämisse, auch in den NATO-Planungen, dass weit mehr russische Soldaten sterben müssen als Ukrainische. Deshalb sehen wir auch diese Propaganda wie in der Sportberichterstattung, die suggerieren soll, dass der Krieg gut läuft für die Ukrainer und viel mehr Russen sterben. Wenn ihnen also die Ukrainer ausgehen, was dann?

    Mit diesen Leuten habe ich fertig.

    1. Was ist denn deine persönliche Meinung zum Holodomor? War es ein Völkermord oder nicht? Kannst mir gern auch verklausuliert antworten, falls du Angst vor irgendwelchen neuen Gesetzen in Deutschland hast. Die einzige politische Partei, die den Völkermord hierzulande klar verneint, sind die Trotzkisten von der SGP, die gestern in Berlin ihren Stimmenanteil praktisch verdoppelt haben. Und die stehen ja nicht im Verdacht, besondere Stalinfreunde zu sein.

      1. Der Holodomor war genauso „Völkermord“ wie die „Killing Fields“ in Kambodscha. Oder wie die von Maos Kommunisten verursachten Millionen Hungertoten in China.

        Es ging in diesen Fällen nicht um die Eliminierung einer Ethnie, sondern um die Beseitigung von gesellschaftlichen Strukturen, unter Inkaufnahme von Mord und Hungersnöten mit Millionen Opfern.

        Natürlich stets nur für den höheren, guten Zweck: die Errichtung des sozialistischen Paradieses.
        Davon träumen heute noch reichlich Marx-Fans

        1. Keine Sorge, niemand muß dir die Kehle durchschneiden oder wird dich verhungern lassen, der deine heiligen „gesellschaftlichen Strukturen“ angreifen will. Doch Blut fließt offenkundig, tausende Tonnen davon, sobald dies Heiligtum seinen Sachwaltern nicht länger taugt.

      2. Schau dir das Video an:

        »Holodomor« – Fakten und Mythen mit Thanasis Spanidis – 99 ZU EINS – Ep. 214 [REMASTERED]

        https://www.youtube.com/watch?v=pRQeCGxQVfA

        Hättest auch das schon gepostete Video anschauen können. Die Mehrheit der Historiker sagt eindeutig, dass es kein Völkermord ist.

        https://www.academia.edu/34489803/Douglas_Tottle_Fraud_Famine_and_Fascism

        Das habe ich noch nicht gelesen.

        So wichtig ist mir das Thema nicht. Ich muss ja kein „Nation Building“ in der Ukraine betreiben. Wer sich mit dem Begriff beschäftigt, findet auch sehr viel braune Ideologie.

        anonymisiertes Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes für den Bundestag von 2008:

        https://www.bundestag.de/resource/blob/411750/6631dd7f4c04c6a13165e33295b62733/WD-1-065-08-pdf-data.pdf

        Schon alleine, wenn man danach wieder sucht, darf man sich durch einen Wust an „Holodomor war Völkermord“ durchwühlen. Da hat sich die „Expertenmeinung“ und die des Parlaments sowieso in gerade einmal 15 Jahren komplett verändert. Gab es irgendwelche neuen Dokumente oder Quellen von damals, die man noch nicht kannte? Nö. Aber es ist ja nichts Neues, dass der Bundestag opportunistisch entscheidet, was ein Völkermord ist und was nicht. Der

        https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkermord_an_den_Herero_und_Nama

        war und ist meines Wissen kein Völkermord laut Bundestag (man will nix zahlen und es sind Afrikaner), laut UN-Konvention aber schon.

        @ Rex:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Konvention_%C3%BCber_die_Verh%C3%BCtung_und_Bestrafung_des_V%C3%B6lkermordes#Inhalt

        ps: Es tut mir Leid für den Autor, dass wir jetzt vom Thema abweichen. Seines war ja Atomkriegsgefahr und Verhinderung von Atomkrieg. Wenn wir nicht einmal das schaffen, ist auch die globale, menschengemachte Erwärmung egal. Passend ist auch, dass die Gleichen (Kriegstreiber in Politik und Gesellschaft), denen jetzt ein Atomkrieg egal ist, auch die globale, menschengemachte Erwärmung egal ist, obwohl sie vor ein paar Monaten noch Anderes behaupteten. An ihren Taten kann man sie erkennen.

        1. Ja, die Abweichung ist ärgerlich.
          „Holodomor“ war lange Zeit kaum ein Thema, und ich vermute, ein wesentlicher Grund dafür könnte eine CIA-unterstützte Studie aus den 50er Jahren sein, zu der eine Masse lokaler Archive und haufenweise Zeitzeugen beigetragen haben. Bis vor 20 Jahren war die CIA abseits virulenter Kriegsschauplätze militant an „Wahrheit und nichts als Wahrheit“ interessiert, um die Interessen der Auftraggeber nicht ungewollt zu sabotieren.

          Irgendwo in meinem alten Rechner schlummert ein Verweis darauf, den ich nicht beschaffen werde, weil das zwecklos ist, wie man am laufenden Wiki-Eintrag sieht. Aus einer Vorgängerversion von 2009 hatte ich den Link auf das akademische Papier. Gegen das Geschäft der Zudeckung historiographischer Wirklichkeit ist kein Kraut gewachsen, sobald die Zeugen wegsterben – auch die mittelbaren Zeugen, wie ich einer bin.

  2. Nun, wenn die Atombombe das einzige ist, was hilft, die globale Herrschaft der USA zu beenden, dann soll es halt der Atomkrieg sein. Ansonsten werden wir eine Dystopie erleben, die weitaus schlimmer ist als der Tod, denn für die Herren von Davos sind wir so wertvoll wie die Kakerlaken die sie uns jetzt in unser Essen mischen wollen. Es ist immer noch besser zu sterben, wenn man weiß, dass diese Verbrecher ebenfalls vergehen, als in einer modernen Version eines KZs als geschlechts- und willenlose Drohne die Wünsche dieser Kabale zu erfüllen. Es gibt wahrlich schlimmere Schicksale als einen schnellen Tod.

    1. Das ist die falsche Antwort. Wir wollen eben keinen Atomkrieg.

      Der Artikel oben stellte gut dar, was passiert im escalation escalator (Alexander Mercouris). Die Gefahr ist hoch, dass jemand einen fatalen Fehler macht, das Chaos unkontrollierbar wird und der Aufzug nicht mehr stoppt.

      Was oben nicht explizit stand: Atomwaffen sind Massenvernichtungswaffen. Selbst eine „kleine“ taktische Atomwaffe hat eine vielfache Sprengkraft einer konventionellen Bombe und ist für den Krieg eigentlich eher ungeeignet, denn sie macht zu viel kaputt. Das wollen viele Militärs natürlich nicht wahrhaben.

      In USA werden übrigens die evangelikalen Christen, die an Armageddon glauben vom Militärgeheimdienst beobachtet und dürfen nicht in den Nuklearstreitkräften anheuern. Es sind geschätzt 20 % des US-Militärs, wohl eher mehr. Quelle: Michael Weinstein (ja, ich weiß, selbst mit teils heftigen militaristischen Ansichten und Republikaner).

      Die Aufgabe der Menschheit ist es genau die Psychopathen, die sterben wollen und gerne möglichst viele andere Menschen mitnehmen wollen, nicht an den roten Knopf zu lassen. Leider versagen wir da gerade kläglich.

    2. Solche Artikel sind schwere Kost und nicht leicht zu verdauen, geht mir jedenfalls so !
      Ich hoffe nur, dass, wenn es soweit ist, die Amerikaner ihre Dosis auch abbekommen und uns in Europa keine Zeit mehr bleibt, darueber nachzudenken, warum wir, die Buerger, uns von den Medien und den „Eliten“ so haben verarschen lassen!

  3. „Wie rational, wie verantwortungsvoll werden sich die Spieler in diesem Spiel am Abgrund verhalten? ..“
    Nach dem zu urteilen, was wir bisher gesehen haben, sehe ich auf der Seite des Westens von Anfang an weder rationales Verhalten noch Verantwortungsbewusstsein. Rationales Verhalten beginnt für mich dort, wo man einen lokal begrenzten Konflikt als lokal begrenzt betrachtet und löst und nicht als allererste Maßnahme alles dafür tut, ihn politisch, wirtschaftlich und militärisch maximal auszuweiten. Als rationales und verantwortungsvolles Verhalten würde ich z.B. auch ansehen, nicht alles, was machbar ist, auch zu tun, sondern Aufwand, Risiko und Nutzen gut gegeneinander abzuwägen. Diese Aufzählung ließe sich noch seitenweise fortsetzen, was ich damit sagen will: da ich von Anfang an nicht einen Funken Rationalität und Verantwortungsbewusstsein auf „unserer“ Seite sehe, habe ich absolut keine Hoffnung, dass das irgendwann wieder Einzug halten könnte und schon gar nicht bei dem deutlich wahrnehmbaren und auch ausgesprochenen Eskalationswillen. Wenn Rationalität unsere Lebensversicherung sein sollte (und eigentlich hätte es genau das sein müssen), dann sind wir nach allem, was ich sehe, verloren.

  4. Hier fangen die fundamentalen Fehleinschätzungen des Autors offensichtlich schon an:
    „Russland will bestimmen, wie und mit welchem Territorium die Ukraine weiter existieren kann, der Westen will Russland besiegen, es maßgeblich schwächen oder dort einen Regime-Change bewerkstelligen.“
    Es geht also nicht darum, daß die neoliberale Wirtschaftselite für ihr Überleben und ihren Weltmachtanspruch in den nächsten 50 Jahren die 25% der Weltrohstoffvorräte, die in Russland lagern, ums Verrecken braucht und erobern will, auch um China davon fern halten zu können? Gerade in einer Welt endlicher und teilweise gerade auslaufender Ressourcen? Es geht nicht darum, daß erklärtermaßen Russland das Existenzrecht abgesprochen wird? Es geht nicht darum, daß für die Vernichtung Russlands die Ukraine aufgebaut und aufgerüstet wurde, inklusive eines Revivals des offenen Faschismus? Nein? Die bösen Russen haben 2021 nicht verlangt, daß die Ukraine neutral und atomwaffenfrei bleibt, sondern sie wollten unbedingt bestimmen, welches Territorium die Ukraine haben darf?
    Wer sich auf solche Standpunkte auch nur einlässt, hat schon die Geschichtsverdrehung mitgemacht, dem ist der Kompass schon abhanden gekommen, der ist schon 1984 bei Orwell angelangt. Wenn der Autor immer noch in der Friedensbewegung aktiv sein sollte, werde ich mich ab jetzt nicht mehr über deren Zustand verwundern.

  5. Keine schlechte Bestandsanalyse, aber dennoch. Woher nimmt der Autor die Überzeugung, daß Rußland konventionell unterlegen sei? Da liegt er wohl einem Teil der NATO-Propaganda auf. Einige nicht unseriöse Militäranalysten verweisen das in die Wunschkategorie, die Realität sei eine andere. Die NATO-Armeen, einschließlich die der USA, haben aufgrund ihrer jahrzehntelangen Strukturierung auf die militärische Intervention in der ganzen Welt keine Kapazitäten, einen konventionellen Krieg z.B. in der Ukraine gegen Rußland führen zu können, sind der russischen Armee hoffnungslos unterlegen.
    Der Autor kennt die realistische militärische Lage nicht, er nimmt an, daß in der Ukraine die russische Armee kämpfen würde und ihre gesamten Möglichkeiten aufgezeigt hätten.
    Zum Mitschreiben: die russische Armee, die großen Verbände, stehen in Bereitschaft, aber es kämpfen nur Zeit quasi verstärkte Milizen. Man sollte sich auch mal die Bewaffnung dieser Reserven anschauen, dann vergeht einem die prahlerische Überlegenheitslegende von der angeblichen westlichen konventionellen Kraft. Noch sind keine russischen Panzer-, Luft- und Raketenverbände im Einsatz. Die drohen als nächstes, nicht der Einsatz von Kernwaffen. Man sollte die russischen Erklärungen dazu genauer anschauen und nicht ungeprüft die propagandistische, fürs dumme Volk gedachte, NATO-Darstellung übernehmen.
    Rußland hat seine stärksten konventionellen Waffen nicht unbegründet bisher zurückgehalten. Das umzukehren ist ein taktisches Ziel der NATO-Politik.

    1. „Woher nimmt der Autor die Überzeugung, daß Rußland konventionell unterlegen sei? Da liegt er wohl einem Teil der NATO-Propaganda auf. “

      Ja, das ist gang und gäbe. Gestern habe ich auch ein neues Interview mit Norman Finkelstein geschaut. Der redete auch von angeblich 200.000 toten Russen. Ukraine war nur Randthema und nicht sein Thema. Was soll er auch machen, wenn er keine anderen Quellen findet? Die Quellen sind alle unseriös, auch die Russischen. Quellen, die hohe ukrainische Verluste angeben werden systematisch unterdrückt, wohingegen ukrainische Propaganda durchgesteckt wird. Manchmal steht ein „angeblich“ daran. Journalimus geht anders.

      Man kann bestenfalls Tendenzen ableiten, was welche Seite sagt oder nicht sagt. Die Militärplaner der NATO sind allerdings zynische Lügner, denn sie wollen für jeden toten Ukrainer 5-7 Russen töten, um so die russische Armee auszubluten. Russland hat ca. 150 Millionen Einwohner. Die Ukraine hat ca. 18-22 Mio. die noch im Land sind. Wie das überprüft werden soll, wenn sie keine genauen Verlustzahlen auf beiden Seiten haben und nicht die Flüchtlingsströme aus der Ukraine vorberechnen können, das bleibt ihr Geheimnis.

    2. Das sehe ich auch so. Gefährlich wird es erst, wenn die ukrainische Armee zusammenbrechen sollte oder die Offensive mit der Hauptmacht der russischen Armee kommt. Dann kommt der Lackmus-Test für die Neocons und ihren Präsidenten. Dann könnte es zum Atomkrieg kommen, weil unsere großkotzigen Weltterroristen (Nordstream II) wahrscheinlich keine Niederlage akzeptieren können. Aber vielleicht ja doch.

  6. Zum 24.2. haben die dt. Full-Scale-Kriegsfreunde (LibMod usw.) zur Demo in Berlin (Motto: „Frieden schaffen mit mehr Angriffswaffen“) aufgerufen.
    Zum 25.2. haben Wagenknecht/Schwarzer u. v. m. zur Demo genau dagegen ebenfalls vor dem Brandenburger Tor aufgerufen.

    Die Demo am 25.2. deutlich sichtbar zu unterstützen, am besten hinzufahren (Busse stellen manche örtliche Friedensgruppen), könnte wichtig sein, zumal die Teilnehmer- und Unterstützerzahlen beider Demos in den Medien wahrscheinlich verglichen werden.

    Der Text von Wagenknecht/Schwarzer ist auf einen möglichst breiten gemeinsamen Nenner angelegt.
    Einigen fehlt darin Wichtiges (Rolle der NATO,…), aber es geht jetzt erstmal darum, dass möglichst viele Menschen mit der dringlichsten Forderung angesprochen werden und die „grün“ getarnten Kriegsfreunde öffentlich wirksamen Gegenwind bekommen.

    Übrigens geht der Aufruf von Wagenknecht/Schwarzer nach wenigen Tagen bei change.org auf die 500 000 Unterschriften zu.
    Ist also nicht ganz so, dass „keine Sau“ etwas gegen die Kriegspolitik habe.
    Hier nochmal der Link zum Unterschreiben:
    https://www.change.org/p/manifestfuerfrieden-aufstandfuerfrieden

      1. Vielleicht erübrigt sich das ja – und am 24.02., findet endlich der „Enthauptungsschlag“ statt. Ich habe auch anderes zu tun, als mir täglich die verkokste Visage des unerträglichen Chuzpeniks, anzutun.

    1. „Der Text von Wagenknecht/Schwarzer ist auf einen möglichst breiten gemeinsamen Nenner angelegt.
      Einigen fehlt darin Wichtiges (Rolle der NATO,…), aber es geht jetzt erstmal darum, dass möglichst viele Menschen mit der dringlichsten Forderung angesprochen werden und die „grün“ getarnten Kriegsfreunde öffentlich wirksamen Gegenwind bekommen.“

      Diese Überlegung hat letztlich den Ausschlag gegeben, dass ich die Petition unterschrieben habe, obwohl ich mit einigen Passagen des Textes nicht übereinstimme, Wohl aber mit der zentralen Forderung.
      Und am 25.02. werde ich zu dieser Demo gehen. Vielleicht nicht pünktlich, da ich samstags arbeiten muss, aber in etwa könnte ich es schaffen.

      Das ist übrigens der Tag, an dem sich Karl Mays Geburtstag jährt. Auch der von Ernst Friedrich (Antikriegsmuseum), Wilhelm Hammann und Helene Jacobs – und bestimmt auch von vielen anderen.

    1. Mark Friedrich hat weder von Wirtschaft noch von Militär eine Ahnung. Bei dem ist immer alles ganz einfach und sowieso geht die Welt bald unter, deshalb Gold kaufen und natürlich seine Finanzberatungsprodukte. Der Oschi vom österreichischen Heer soll auch nur vornehmlich Werbung machen für Dieses. Österreich ist eher nicht eingeweiht, was NATO-Pläne oder die russische Pläne betrifft. Ich frage mich ja wie einem das nicht auffallen kann, dass Militär solche Shows nur aus Marketingzwecken macht?

      Ob eine Quelle was taugt, würde man daran sehen, wenn man vergleicht, was sie vor einigen Monaten gesagt haben und ob das eingetroffen ist. Auch ist die Begründung wichtig wie sie auf diese Prognose kamen.

      https://www.youtube.com/@Maurice_Hoefgen/search?query=mark%20friedrich

      Der hat z.B. als „Finanzexperte“ vom Bitcoin auf über 100.000 und nie wieder unter 35.000 erzählt.

      Friedrichs Prognosen waren ALLE falsch! (Reaktion auf Marc Friedrich zu Bitcoin, Dax und Gold)

      https://www.youtube.com/watch?v=Ue4_8Dgnbpk

      Sucht euch doch bessere Quellen zum Thema vom Autor. Ein „schwäbische Hausfrau“ (Flassbeck) ist keine gute Quelle für Spielcasino-Tipps oder ob bald Nuklear Armageddon ansteht.

      1. @Georg
        ja der 13te.
        Mag ja alles so sein wie du sagst, das würde aber dennoch erfordern, jedes Mal wieder den Nachweis zu führen.
        Was du hier treibst, ist Spiegelfechten. Es wird von Friedrichs doch nur eine Sendung wiedergegeben, nicht von ihm ist. Es ist NTV, die diese Sendung produziert hat.
        Was ist denn an dem, was der Oberst sagt verkehrt?

  7. „Die eigene Sicherheit kann nicht gegen, sondern nur mit und im Einvernehmen mit der Gegenseite erreicht werden.“ So selbstverständlich und doch so verkannt.
    Die Pervertierung des Wettbewerbs in allen Belangen des Lebens ist die m.E. Ursache dafür, dass diese Selbstverständlichkeit übersehen wird.
    Das hat viel mit Sprache zu tun. Und diese ihrerseits wieder mit Wettbewerb um Leser und Werbekunden seit Erfindung der Massenmedien. Extreme Formulierungen generieren Aufmerksamkeit, die Hauptwährung im massenmedialen Zeitalter.
    Deswegen bekämpfen „wir“ ständig irgendwelche Bedrohungen, Arbeitslosigkeit, Diskriminierung usw. und führen „Krieg“ gegen abstrakte Begriffe, den Terror, die Pandemie etc. Ebenso“droht“ permanent irgendetwas, obwohl drohen ein aktiver Vorgang ist. Wenn gedroht wird, dann tut das immer jemand, nicht etwas aus sich heraus. Zu einem Kampf gehören immer zwei. Ein Virus ist einfach und macht was es eben so macht. Man kann nicht mit ihm kämpen. Etc etc.
    Wer aufmerksam ist in Bezug auf Sprache wird schnell bemerken, dass harte Konfliktlogik die gesamte moderne Kommunikation durchzieht. Dabei kommen dann auch Highlights wie „brutaler Giftmord“ zu Stande. Alles ist maximal Konfrontation im Ausdruck.
    Diese Art der sprachlichen Verwirrungen hat einen hohen Anteil daran, das die Logik des Konfliktes so überproportional populär in unseren Köpfen ist.
    Letztendlich ist es aber nicht die Fähigkeit zu Konflikt gewesen, die der Menschheit ermöglicht hat, sich rasant zu entwickeln, sondern die Fähigkeit zur Kooperation.

    Die Lust am Gegeneinander ist vielen falschen Annahmen geschuldet.
    Konkurrenz belebt das Geschäft eben nur bis zu einem gewissen Grad. Ebenso sorgt sie nur bis zu einem gewissen Grad für Innovation. Ab einem gewissen Punkt führt die Fixierung auf Konkurrenz- und Effizienzprinzip dazu, dass es einfacher und aussichtsreicher ist, das Handeln des Konkurrenten zu sabotieren, als sich selbst weiter zu entwickeln.
    Wie haben das mit dem Wettbewerb – der gegenseitigem Ansporn dienen könnte und auch sollte – aber pathologisch übertrieben und sind sozusagen in eine Massenpsychose hinein gestolpert aus der der Ausweg sehr schwierig ist. Solange wir unsere Welt so gestalten, dass Eigenschaften für Führungspositionen hilfreich sind, die niemand in seinem privaten Umfeld gerne sieht, wird es da kaum eine einfache Einsicht geben.
    Es kann nur jeder im Kleinen in seinem Umfeld zu Reflexion und Nachdenken anregen, damit mehr Menschen aufgeht, dass niemand aus seiner eigenen Sicht der Böse ist. Dass wir das Miteinander wieder zur Grundlage machen sollten, weil es einfach bessere Ergebnisse zeitigt als Konkurrenz und Dominanzstreben. Und dass Kommunikation immer stattfindet, auch bei der Weigerung miteinander zu reden….
    Einen Anfang kann jeder machen: auf die eigene Sprache und damit auf die eigenen Gedanken achten und allzu harte Begriffe meiden.

    1. Letztendlich ist es aber nicht die Fähigkeit zu Konflikt gewesen, die der Menschheit ermöglicht hat, sich rasant zu entwickeln, sondern die Fähigkeit zur Kooperation.

      Damit machst Du dasselbe, was Du darüber so schön angegriffen hattest, Du verdoppelst ein Phänomen, eine Tätigkeit, eine Erscheinungsform in „Kraft“ und „Äußerung“ derselben.
      Zu „Konkurrenz“ ergibt das sogleich eine fatale „Ernte“.
      Da stellst Du die fiktive „Kraft“ gegen deren ebenso fiktive „Äußerung“ und problematisierst das eine am Anderen.
      Ohne den interessierten Fehler (der, nebenbei, bei Kant „systembildend“ ist, und den Hegel ebenso „systembildend“ zerrisssen hat) ist eigentlich sofort klar: Wettbewerb ist eine Verlaufsform von Kooperation, basta! Es kommt alles darauf an WOZU kooperiert wird.
      Auch folgendes nur klein geschrieben (einstweilen): Aus diesem Überlegungsstrang folgt ziemlich zwanglos, der Russische Ukrainekrieg ist eine paradoxe Kooperation mit einem überlebten Imperium, die auf dessen ERHALT zielt, und das an dieser „Operation“ auf die eine oder andere Weise zugrunde gehen MUSS.

    2. PS.: Niemand soll mit Kant und Hegel etwas zu tun haben müssen ;), deshalb eine Handreichung, mit der man auch Entspannung bei einem Krimi, einem Spiel oder sonstwas ersetzen könnte, Gilbert Ryle, „Concept of mind“.
      Die PDFs der deutschen Übersetzung werden notorisch aus dem Netz gelöscht, aber mit etwas Beharrlichkeit sollte man eines finden können. Das Original ist ergiebiger und noch spaßiger zu lesen, wenn mans kann. Allerdings muß man dazu knapp 60 (!!) Seiten Giftschrank-Beigabe weg klicken, die anleiten soll, wozu der Ryle nicht „mißbraucht“ werden sollte.
      https://antilogicalism.com/wp-content/uploads/2018/04/concept-of-mind.pdf
      Wenn man Ryle zur Kenntnis genommen hat, ist freilich auch das Giftschrank-Papier von hohem Nutzen.

  8. Wir stehen so oder so vor mehreren „Superkatastrophen“, um die Eingangsfrage des Artikels aufzugreifen.

    Die globale und nationale Ungleichverteilung wird noch manchen Bürgerkrieg zünden.
    Das CO2 nur bedingt fürs Pflanzenwachstum gut ist, dürfte beim letzten AfD-Trottel und Klimaleugner angekommen sein.
    Der Atomtod ist demnach nur eine von vielen Optionen.

    Knechti als letzte Linkshoffnung der Massen sollte noch Nachhilfe in Klima und Öko nehmen, sonst wird das mit der Linksalternative wieder nichts. Mach dich locker für die Jugend, Knechti !

    1. „AfD-Trottel“ und „Klimaleugner“…. du hast noch Querschwurbler, Antisemit, Verschwörungsmystiker und NAZI vergessen.

      Und mal ganz ehrlich: Ist das wirklich deine Perspektive auf die Zukunft? Ziemlich düster…

      1. Im August 2022 griff der AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert das Thema Klimaschutz auf: „ Unser CO2-Ausstoß in den letzten 35 Jahren hat dafür gesorgt, dass die Erde grüner geworden ist! Je mehr CO2, desto mehr Pflanzenwachstum.“, schrieb er auf Facebook.

        Ihr wählt doch solche Experten mit eurer Stimme für die AfD.
        Warum soll ich mich noch mit euch beschäftigen ?
        Weil ihr auch Rassisten seid ?

        1. Der Rassismus Vorwurf ist echt so dermaßen abgenudelt… aber es geht ja eh nicht mehr darum, ob man ein echter Rassist ist, sondern ganz allein um die Ettiketierung. Also tob dich aus! Meine vorletzte Wahl war immerhin eine Partei, die mich in den letzten 2,5 Jahren kübelweise mit Hass und Ausgrenzung beglückt hat. Geht das eigentlich für dich ok, wenn ich in diese Rolle mit Diskriminierung konfrontiert wurde oder würdest du das sinnigerweise ebenso ablehnen wie Rassismus?

          Wobei ich übrigens tatsächlich das letzte und erste Mal die AFD gewählt habe, allerdings nur aufgrund eines einzigen Themankomplexes: Corona Maßnahmen und Impfpflicht. Was die sonst machen geht mir vollkommen am Arsch vorbei, ganz speziell auch zum Thema Klima. Da können die von mir aus machen was sie wollen, gerne auch völlig an jeglichen Fakten vorbei.
          Als ob das irgendeinen qualitativen Unterschied zu anderen Parteien machen würde.

            1. Ich habe dir die Gründe genannt. Was ist daran ausversehen? Und Diskussionsabbruch durch Überheblichkeit ist nun wirklich nichts womit du mich noch umhauen kannst. Genau wegen Menschen wie dir in Parteien, die ich eigentlich mal aus Überzeugung gewählt habe, war dann am Ende nur noch die AFD eine Option, sofern ich denn meine Stimme im Parlament vertreten sehen wollte. Ich bin es nicht, der alle anderen Parteien dazu gezwungen hat den ganzen Corona Wahnsinn mitzutragen und am Ende sogar mir gegenüber körperlich übergriffig werden wollte.
              Das waren ganz besonders die Partein im linken Spektrum, die ich -wenn auch wechselnd- jahrzehntelang gewählt habe und sie standen mir auf Demonstrationen gegenüber und haben mich als Nazi beschimpft. Nun bin ich halt einer und fühle mich wohl dabei! 😀

  9. MOSKAU, 13. Februar – RIA Novosti. Russland bereitet sich nicht auf eine weitere Teilmobilisierung vor, sagte Präsidentensprecher Dmitri Peskow.
    „Nein, es gibt keine solchen Anhaltspunkte“, sagte er gegenüber Reportern, die ihn fragten, ob der Kreml Erkenntnisse über die Wahrscheinlichkeit der Ankündigung einer zweiten Welle habe.

    Deepl hat „Anhaltspunkte“ und „Erkenntnisse“ jeweils mit „Daten“ übersetzt, meine Version ist semiologisch rekonstruiert.
    Konkret ernst genommen heißt das, Peskow teilt mit, seines Wissens gebe es keine entsprechenden Anfragen von Gerassimow. Was wiederum heißt, daß der Kreml auf viele Monate hinaus keine nennenswerte territoriale Ausweitung der Kämpfe vorbereitet. Was wiederum heißt, Eskalationen, die von Waffenlieferungen und Söldnerzuflüssen der NATO ausgehen, gedenkt man im Kreml mit stehenden Truppen zu begegnen, und das wiederum dürfte, wenn ich nicht grade blöd bin, „Luftstreitkräfte“ heißen.

    Deshalb rechne ich damit, daß der erste russische Gegenschlag die Dnepr-Brücken treffen soll und wird, und dazu kann man sich allerdings die Frage stellen, welches Opfer an Flugzeugen und Besatzungen der Kreml dafür in Kauf zu nehmen bereit ist.
    Ich – an ihrer Stelle – würde entscheiden: Gar keines. Zwei Kalibr mit rd. 3 kt für je eine Brücke und gut is. Nicht, um zig tausende Ukrainer zu massakrieren, die dabei früher oder später krepieren könnten, auch wenn vorab ergangene Warnungen beherzigt würden, sondern um dem Massaker Einhalt zu gebieten.

  10. In den sozialen Netzwerken gibt es 3 Strömungen der Atomkriegsverharmloser:

    1. Die Scheinlogiker, die behaupten, Putin würde niemals auf den Knopf drücken, weil dann auch Moskau vernichtet würde.

    2. Die „Kenner“ der russischen Waffenlager, die behaupten, dort sei alles verrostet und nichts funktionsfähig.

    3. Die Siegesgewissen, die der Nato zutrauen, dass sie einen nuklearen Schlagabtausch gewinnen kann, auch zum Preis der totalen Vernichtung Deutschlands.

    1. Ich hatte schon ähnliche Gedanken.

      Was mich so nervt, wenn sie aus Putin Putler machen, also Hitler mit Atomwaffen. Man könnte kein Appeasement machen. (nächster Nazi-Vergleich, Godwins Law) Aber dann erzählen, dass sich der Hitler einen Atombombenabwurf nie trauen würde, weil er zu sehr Angst um sein Leben hätte und vor der NATO. Als ob Hitler keinen Selbstmord begangen hätte. Obwohl schon die Niederlage nach dem 5.12.41, der Schlacht von Moskau feststand, oder spätestens nach Stalingrad, hat er noch Millionen Menschen ermorden lassen und dann erst so richtig. Man könnte es auch Rache nennen, obwohl ich diese These nie bisher so gelesen habe.

      Vorhin dazu einen guten Artikel gelesen und das sollte auch eine Warnung sein. Die Seite für die es in die falsche Richtung läuft, wird leugnen bis es nicht mehr anders geht.

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=93705

      Erst den Führer der Gegner dämonisieren als Hitler und dann auf seine Gnade hoffen, dass er keinen Atomkrieg anfängt. Dass das den Leuten nicht selbst auffällt …

      Die Technologiegläubigkeit ist leider auch ein tief sitzendes Problem. Immer wenn es darum geht etwas nicht zu tun, weil könnte schief gehen, dann kommen die Technikgläubigen und machen es trotzdem. Weil bisher ging es ja nie schief. Die Annahme ist auch so falsch. Wenn bisher was schief ging mit unserer Technik, gab es dabei nie die Chance die Menschheit zu vernichten und Atombomben wurden zwar schon verloren und es gab allerlei Unfälle, aber die Menschheit hatte bisher einfach nur unglaublich Glück. Dazu wenn man sich so gehypte Technik anschaut, es endet jedes Mal in einer Enttäuschung. Aber wenn es wirklich sein muss, dann klappt es! Versprochen! Solche Menschen will doch auch keiner als Entscheider haben.

  11. „auf der anderen Seite des Atlantiks an einen Greis, der im Verdacht steht, erste Anzeichen von Demenz zu zeigen“

    Also bitte, ja?! Bei aller Liebe zur gepflegten Ausdrucksweise, aber: Man muss die Dinge klar benennen. Der Mann ist schlicht ein totales Wrack und in der Regel vollkommen orientierungslos. Wenn der morgens das Bad findet, ist es ein guter Tag. Der hat keine „Anzeichen“ von Demenz, der Mann läuft quasi mit einem nassen Waschlappen im Kopf herum. Der ist die ‚loose cannon on the deck‘.
    Gefährlich ist das deshalb, weil wahrscheinlich nur ein kleiner Kreis genau weiß wer die tatsächlichen Entscheidungen trifft. Biden sicher nicht, dazu ist er zu durch.

  12. „Auf der Basis eines Kompromissangebots gab aber schließlich einer der beiden Kontrahenten, die Sowjetunion, nach.“

    „Russland will bestimmen, wie und mit welchem Territorium die Ukraine weiter existieren kann, der Westen will Russland besiegen, es maßgeblich schwächen oder dort einen Regime-Change bewerkstelligen.“

    „Was Russland angeht, so ist es mit knappem Vorsprung die stärkste Atommacht, nur die konventionelle Rüstung ist im Vergleich zur NATO schwach.“

    Drei Zitate, drei Mal blühender Unsinn. Das Geschehen in der Kuba-Krise kann man ebenso gut, ebenso falsch, als Nachgeben der usa beschreiben. Die usa stimmten zu, ihre Raketen in der Türkei abzubauen. Deren Existenz war wohl der Auslöser für die gesamte Krise, die schliesslich in einem einigermassen vernünftigen Verhandlungskompromiss endete, ein Kompromiss, der für beide Seiten akzeptabel war. Die einzige Inkongruenz bestand darin, dass das u.s.-Zugeständnis nicht offen verkündet wurde und daher myope Menschen wie Waldrich auch nach 60 Jahren noch nicht klar sehen.

    Seine Kurzsichtigkeit verunmöglicht es Waldrich wohl auch, den an sich offensichtlichen und auch offen kommunizierten Grund für den russischen Angriff zu benennen. Nämlich das verrückte Unterfangen der usa, die Ukraine in ein launchpad für einen nato-Angriff auf Russland zu verwandeln. Nicht zwangsläufig mit dem Ziel, einen solchen auch auszulösen, sondern schlicht, um das Erpressungspotential entscheidend zu erhöhen. Das russische Kriegsziel ist nicht eine Ukraine in russisch gewünschten Dimensionen, sondern eine verlässlich neutrale, die sich von der nato fernhält.

    Und schliesslich offenbart der Autor auch seine Unkenntnis über den militärischen Stand der Dinge. Die Behauptung, Russland sei im Bezug auf die sogenannt konventionelle Rüstung schwach, übersieht den klaren russischen Vorsprung bei den Hyperschalllenkwaffen. Russland ist in der Lage jedes Ziel auf der Erde – und im nahen Weltraum – mit virtuell nicht zu stoppenden Sprengkörpern anzugreifen. Jedes Kriegsschiff, jeden Militärstützpunkt. Und auch die russische Flugabwehr ist der westlichen überlegen, was selbstverständlich nicht zu einer hundertprozentigen Erfolgsquote führt. Dieser technologische Vorsprung wird auch von westlichen Militärexperten anerkannt.

    Westliche Hybris verhindert klare Sicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Westen als erster eine nukleare Waffe zum Einsatz bringt, ist hoch, wird aber nicht nur übersehen, sondern aktiv verdrängt. Übrigens ist die usa auch das einzige Land, in dem das Ziel, einen verheerenden, die Reaktion verhindernden oder mindestens minimierenden – was sind schon ein paar Millionen Tote auf der eignen Seite? – Erstschlag zu führen, seit dem Auftreten ebenfalls nuklear gerüsteter Gegner und bis heute verfolgt wird. Glücklicherweise nicht erfolgreich.

    1. Danke für die Richtigstellung zur Kuba-Krise.
      Leider wirkt die propagandistische Darstellung als Sieg der USA gerade jetzt spannungsverschärfend.

  13. Im Zentrum des Artikels steht doch die Frage, wer zuerst den Knopf drückt. Alles drumherum ist daher unwichtig.
    Es ist egal, wer am Ende in der Ecke steht und sich nicht anders zu helfen weiß. Ein in die Ecke gedrängtes Tier ist zu allem fähig.
    Bei der Strategie des Wegs an den Abgrund zwecks Brinkmanship gehört „Pokern“ bzw. „Reizen“ und Provozieren eben zu der Strategie. Man muss sich nun in die Lage jeweils eines Kontrahenten versetzen. Wer hat was oder am meisten zu verlieren? Gleichzeitig geht es mehr oder weniger um Verantwortung und darum, den größeren Schaden für sich und seinen Verantwortungsbereich abzuwenden, mit welchen Mitteln auch immer.
    Meiner Einschätzung nach verteidigt Russland staatliche Souveränität, Staatsbürger, eigene Kultur und Philosophie. Und es verteidigt sich gegen Übernahme durch eine Form von Faschismus, den es schon mal besiegt zu haben glaubte. Es verteidigt auch seine Sichtweise der globalen Organisation, von der es sicher ist, dass ihr auch die meisten andere folgen wollen. Russland verteidigt nicht nur die eigene, sondern die weltweite Souveränität.
    Was der Westen verteidigt, muss man da nicht breit auswalzen, es ist nicht viel Ehrenwertes. Das System ist einem vorbestimmten Ende geweiht, es gibt eigentlich nichts zu verteidigen. Westliche Werte sind ein Vorwand für ein Schauspiels, welches dazu dient, vom eigenen Zusammenbruch und der Notwendigkeit eines Neustarts abzulenken. False Flagg, wenn man so will. Aber dieses System, welches alle Macht verleiht, steht im Begriff, alle Macht zu verlieren. Dafür kämpft der Westen. Er kämpft weder für die Bürger, noch für irgendwas von ihrem Wohlbefinden. Es ist Machterhalt, nichts anderes. Außerdem kann der Westen nicht annehmen, dass, selbst wenn er in Russland gewinnt, China zusehen wird, wie es als nächstes dran kommt.
    Wer hat nun mehr zu verlieren, und wer hat größeren Gewinn, wenn er gewinnt? Und was sollten wir uns wünschen? Wer ist im Extremfall bereit mehr zu riskieren und zu riskieren, so nahe an den Abgrund zu gehen, so dass er mit in den Abgrund gerissen werden könnte?

    1. Die tiefgreifende Entwissenschaftlichung von Politik und Gesellschaft sind einfach nur noch ekelhaft.
      Warum betreibt man noch Universitäten ? Wozu ?

      1. Um Gewinn zu erwirtschaften?
        Weil der ‚Markt‘ das effizienteste System ist, um Leistungen zu produzieren?

        (Klar, das ist eine irre Ideologie.)

  14. „Brinkmanship“ – was soll das denn sein? Ist das wichtig? Brinkmann war mal ein Elektroladen – ist schon lange Pleite.

    Der Herr Autor sollte sich nicht mit derartigen amerikanischen Klimbim rumschlagen, sondern nur mal erklären, welches NATO-Land die Kampfjet liefern wird, woher die Piloten kommen sollen, wie lange es dauert Infrastruktur aufzubauen und Piloten auszubilden und warum sie so viel besser sind, als all die verlorenen sowjetischen Kampfjets.
    Die Ukraine erhält jetzt alte Leopard- I-Gurken und abgespeckt Abrams – irgendwann. Heute meldete sich Rheinmetall und versprach in 15-18 Monaten ein paar nagelneue Panther liefern zu wollen. Auch hier müssen die Mannschaften auf das Mordwerkzeug ausgebildet werden. Inzwischen geht den Ukrainern die Ressource aus, die am wichtigsten ist: Soldaten!
    Überdies möchte RAND dass der Krieg beendet wird, weil er die USA von dem neuen großen Krieg gegen China ablenkt. Da müssen die Arsenale noch mal schnellsten gefüllt werden, sonst schließt sich das Zeitfenster und damit ist die Weltherrschaft hinfällig. Und dann kommt der Klasse-Atomkrieg – vielleicht.

    1. Wir wissen leider nicht, was wirklich läuft.

      Du siehst überall dieses geschäftige Treiben bei Militärstützpunkten oder auf deutschen Verkehrswegen. Ob da schon Ukrainer seit langem als Piloten trainiert werden, wissen wir nicht. Auch die Zahlen wie viele Soldaten wo trainiert werden, da kriegen wir immer nur Bruchstücke mit. Die Gerüchte gibt es. Auch was sie offiziell liefern oder nicht liefern, wissen wir nicht.

      Natürlich wird es eine weitere Eskalation, wenn sie Flugzeuge und Langstreckenraketen einsetzen.

      Ich nehme auch an, dass RAND schon so ungefähr richtig liegt. Aber ob das wirklich eintrifft, wissen wir nicht und wie oben geschrieben wissen wir auch nicht, ob nicht Politiker oder Militärs den großen Fehler machen. Es steht ja selbst in dem neuen Bericht, dass eine Kursänderung nicht so schnell möglich ist.

  15. Psychotische Hasardeure, die bereit sind die ganze Welt einschließlich sich selbst zu vernichten, sind am Drücker. In ihrer unendlichen Bösartigkeit und Boshaftigkeit werden sie allem ein Ende bereiten.

  16. Würden die Menschen in Europa einen 3.Weltkrieg für möglich halten, wären Sie in jedem Land zu Hunderttausenden auf den Straßen um für Frieden und Abrüstung zu demonstrieren. In den 80er Jahren gab es noch die Ostermärsche ! Warum ? Hatten die Menschen damals mehr Verstand ? Sind wir jetzt sicherer wie damals, gibt es keine Atomwaffen mehr ? Einen Atomkrieg kann man auch durch Fehleinschätzungen oder technische Probleme auslösen. Die Vorwarnzeiten sind aufgrund der NATO-Osterweiterungen viel zu kurz um eine katastrophale Fehleinschätzung zu korrigieren. In den 80er Jahren hat ein sowjetischer Offz. einen Atomkrieg verhindert, indem er nicht nach Einsatzplan und Protokoll handelte. Die sowjetischen Waffensysteme hatten einen Start von amerikanischen Interkontinentalraketen gemeldet. Wir haben heute eine Generation von Politikern, die die Schrecken des 2.WK nicht mehr miterlebt hat, sowie die meisten von uns. Politiker wie Brand, Schmidt, Kohl oder Adenauer würden sicher für Verhandlungen stimmen und nicht für Waffenlieferungen und Beteiligungen an Kriegen. Sind heute die Schlafwandler zurück ? Leute die nicht gedient und nie eine Waffe in der Hand hielten, geben sich in Talkshows die Klinke in die Hand und rufen nach Panzern und Kampfbombern.
    Diese Leute sollten sich an der Ostfront zum Einsatz melden und ihre Spezialkenntnisse unter Beweis stellen.

  17. Der Artikel „schmerzt“ schon fast den ganzen Tag in meinem Kopf. Ich weiß aber immer noch nicht wirklich, worauf der Autor hinauswill. Ich gebe jetzt das Interview von Dr. Helen Caldicott und Steve Taylor auf Global Research wieder, dem ich klare Aussagen attestiere:
    „Steve Taylor: Das Bulletin of the Atomic Scientists hat kürzlich die Weltuntergangsuhr auf 90 Sekunden vor Mitternacht gestellt. Was ist die Weltuntergangsuhr und warum ist sie jetzt auf 90 Sekunden vor Mitternacht eingestellt?
    Helen Caldicott: Im letzten Jahr war es 100 Sekunden vor Mitternacht, was so nahe wie noch nie war. Jedes Jahr stellen sie die Uhr nach internationalen Problemen neu, nuklearen Problemen. Neunzig Sekunden vor Mitternacht – ich glaube nicht, dass das nah genug ist; es ist näher als das. Ich würde es auf 20 Sekunden vor Mitternacht setzen. Ich denke, wir befinden uns in einer äußerst unangenehmen Lage, in der es heute Nacht zu einem Atomkrieg kommen könnte, zufällig oder beabsichtigt. Mir ist eigentlich ganz klar, dass die Vereinigten Staaten gegen Russland in den Krieg ziehen werden. Und das bedeutet mit ziemlicher Sicherheit einen Atomkrieg – und das bedeutet das Ende fast allen Lebens auf der Erde.
    ST: Sehen Sie Ähnlichkeiten mit der Kubakrise von 1962?
    HC: Ja. Ich lernte den Verteidigungsminister von John F. Kennedy, Robert McNamara, später in seinem Leben kennen . Er war zur Zeit der Kuba-Krise im Oval Office. Er sagte einmal zu mir: „Helen, wir waren einem Atomkrieg so nahe – drei Minuten.“ Drei Minuten. Wir sind jetzt in einer ähnlichen Situation.
    ST: Damals hielt die Welt aber bekanntlich während der Raketenkrise den Atem an.
    HC: Oh, wir hatten Angst. Verängstigt, absolut verängstigt.
    ST: Das scheint heute nicht mehr der Fall zu sein.
    HC: Heute werden die Öffentlichkeit und die politischen Entscheidungsträger nicht ausreichend darüber informiert, was das wirklich bedeutet – dass die Folgen so bizarr und so erschreckend wären. Es ist sehr lustig; New York City veröffentlichte im Juli 2022 ein Video als hypothetische PSA, das eine Frau auf der Straße zeigt, und es heißt, dass die Bomben kommen und es einen Atomkrieg geben wird. Es sagt, dass du reingehst, nicht an den Fenstern stehst, sondern in der Mitte des Raums stehst, und es wird dir gut gehen. Ich meine, es ist absolut absurd.
    ST: Dagegen haben Sie in den 70er und 80er Jahren gekämpft – diese Vorstellung, dass ein Atomkrieg überlebbar ist.
    HC: Ja. Es gab einen US-Verteidigungsbeamten namens TK Jones, der angeblich sagte: Keine Sorge; „Wenn genug Schaufeln da sind“, schaffen wir es. Und sein Plan war, wenn die Bomben kommen und sie eine halbe Stunde brauchen, um zu kommen, holst du die treue Schaufel raus. Du gräbst ein Loch. Du kommst ins Loch. Jemand legt zwei Türen darauf und häuft dann Erde an. Ich meine, sie hatten Pläne. Aber die Sache ist, dass die Evolution zerstört wird. Wir könnten das einzige Leben im Universum sein. Und wenn Sie sich jemals die Struktur einer einzelnen Zelle oder die Schönheit der Vögel oder einer Rose angesehen haben, ich meine, welche Verantwortung haben wir?
    Unter dem Weihnachtsbaum die neue US-Atombombe B61-12
    ST: Während der Kubakrise wollten die USA keine von Kuba aus auf sie gerichteten Raketen, und die Sowjetunion wollte keine von der Türkei aus auf sie gerichteten Raketen. Sehen Sie Ähnlichkeiten mit dem Konflikt in der Ukraine?
    HC: Oh, sicher. Die Vereinigten Staaten haben Atomwaffen in europäischen Ländern, die alle bereit sind, auf Russland zu landen. Was glauben Sie, wie sich Russland fühlt – ein bisschen paranoid? Stellen Sie sich vor, der Warschauer Pakt würde entlang der Nordgrenze der USA nach Kanada vordringen und überall entlang der Nordgrenze Raketen stationieren. Was würden die USA tun? Sie würde wahrscheinlich den Planeten in die Luft jagen, wie sie es beinahe bei der Kuba-Krise getan hätte. Ich meine, es ist so außerordentlich einseitig im Denken, dass wir uns nicht in die Köpfe des russischen Volkes hineinversetzen.
    ST: Glauben Sie, dass wir jetzt einem Atomkrieg stärker ausgesetzt sind als während des Kalten Krieges?
    HC: Ja. Wir sind einem Atomkrieg näher als je zuvor. Und genau das zeigte das Bulletin of the Atomic Scientists an, indem es die Uhr auf 90 Sekunden vor Mitternacht stellte.
    ST: Scheint es, als ob die politischen Führer jetzt unbekümmerter in Bezug auf den Atomaustausch sind?
    HC: Ja, weil sie nicht verstanden haben, was ein Atomkrieg wirklich bedeuten würde. Und das Pentagon wird von diesen unbekümmerten Leuten geführt, die Millionen mit dem Verkauf von Waffen verdienen. Nahezu das gesamte US-Budget fließt in das Töten und Morden und nicht in die Gesundheitsfürsorge und Bildung und die Kinder im Jemen, von denen Millionen hungern. Ich meine, wir haben das Geld, um alles auf der Erde zu reparieren und auch, um die Welt mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Das Geld ist da. Es geht um Töten und Morden statt um Leben.
    ST: Sie haben Energie erwähnt. Das Energieministerium hat einen sogenannten Fusionsdurchbruch angekündigt . Was halten Sie von den Behauptungen, dass Fusion unsere Energiezukunft sein könnte?
    HC: Die Technologie war nicht Teil eines Energieexperiments. Es war Teil eines Nuklearwaffenexperiments namens Stockpile Stewardship Program . Es ist unangemessen; es produzierte eine enorme Menge an radioaktivem Abfall und sehr wenig Energie. Es wird niemals verwendet werden, um den globalen Energiebedarf der Menschheit zu decken.
    ST: Können Sie uns etwas über die Geschichte des Lawrence Livermore National Laboratory in Kalifornien erzählen, wo Wissenschaftler diese Fusionstechnologie entwickelt haben?
    HC: Im Lawrence Livermore Laboratory wurden die ersten Wasserstoffbomben entwickelt. Es wurde 1952 von Edward Teller, einem bösen Mann, gegründet.
    ST: Da ist diese Förderung der Kernenergie als grüne Alternative. Ist die Atomindustrie an Atomwaffen gebunden?
    HC: Natürlich. In den 60er Jahren, als die Menschen Angst vor Atomwaffen hatten, gab es einen Pentagon-Psychologen, der sagte: Schauen Sie, wenn wir friedliche Atomenergie haben, wird das die Angst der Menschen lindern.
    ST: Am Ende Ihres 1992 erschienenen Buches If You Love This Planet schrieben Sie: „Die Hoffnung für die Erde liegt nicht bei den Führern, sondern in Ihrem eigenen Herzen und Ihrer eigenen Seele. Wenn Sie sich entscheiden, die Erde zu retten, wird sie gerettet. Jeder Mensch kann so mächtig sein wie der mächtigste Mensch, der je gelebt hat – und das bist du, wenn du diesen Planeten liebst.“ Stehst du dazu?
    HC: Wenn wir die erschreckende Realität anerkennen, dass eine extreme und unmittelbare Bedrohung durch einen Atomkrieg besteht, ist es, als würde uns gesagt, dass wir als Planet eine unheilbare Krankheit haben. Wenn wir genug Angst haben, kann jeder von uns den Planeten retten. Aber wir müssen sehr stark und entschlossen sein.“
    We’ve Never Been Closer to Nuclear Catastrophe—Who Gains by Ignoring It? – Global ResearchGlobal Research – Centre for Research on Globalization

  18. Seit 500 Jahren aktuell.

    „Der Mensch, welcher euch bändigt und überwältiget, hat nur zwei Augen, hat nur zwei Hände, nur einen Leib; alles, was er euch voraus hat, ist der Vorteil, den ihr ihm gönnt, damit er euch verderbe. Woher nimmt er so viele Augen, euch zu bewachen, wenn ihr sie ihm nicht leiht? Wieso hat er so viele Hände, euch zu schlagen, wenn er sie nicht von euch bekommt? Die Füße, mit denen er eure Städte niedertritt, woher hat er sie, wenn es nicht eure sind? Was könnte er euch tun, wenn ihr nicht die Hehler der Spitzbuben wäret, der euch ausraubt, die Spießgesellen des Mörders, der euch tötet?“
    (Étienne de La Boétie „Abhandlung über die freiwillige Knechtschaft“)

  19. „Es gibt kein richtiges Leben im Falschen“, nur die vollständige Verweigerung der Subjekte gegenüber allen kapitalistischen Verwertungszusammenhängen, die Aufkündigung des feigen Einverständnisses mit dem repressiven Ausbeutungszusammenhang des Kapitalismus kann das Individuum aus dem zwanghaften Verblendungszusammenhang reißen.“

    ( Herbert Marcuse,
    Aufruf zur „Großen Weigerung“, 1968 )

  20. Was wird Putin tun?
    —————————————————–
    Dieser Konflikt ist durch Verhandlungen nicht zu lösen. Sollte Russland einem Waffenstillstand zustimmen, wird der vom „Westen“ zur Aufrüstung genutzt werden, um nach getaner Arbeit den Krieg fortzusetzen.
    Derzeit sind die Munitionsvorräte des „Westens“ auf einem niedrigen Stand und die Rüstung soll nun maximal hochgefahren werden. Folglich wird das Kriegsziel die Besetzung Europas sein……bevor die Aufrüstung des „Westens“ beginnt und dazu muss zunächst die ukrainische Armee abgeräumt werden. Der Einsatz von taktischen Atomwaffen auf beiden Seiten ist somit wahrscheinlich.
    Das Jahr 2023 wird noch ungeahnte Überraschungen bringen……………………..
    Wie kann das Szenario verhindert werden ? Indem Zig-Millionen endlich auf die Straßen gehen; gegen diesen Irrsinn des Krieges protestieren und nötigenfalls das Führungspersonal aus ihren sicheren Bunkern herausholen und zur Verantwortung ziehen…!!!

  21. Kanada/Brasilien/Frankreich empfehlen wohl ihren Staatsbürgern Weißrussland zu verlassen.

    Ob das nur pro forma mit der Putin-Rede, die für 21.2 vorgesehen ist, zusammenhängt, oder ob das mehr ist, (russ. Truppen aus Weißrussland) keine Ahnung.

    Dieser beunruhigende Op-Ed in der WaPo vor ein paar Tagen:
    „Ukraine gave up nuclear weapons at our behest. Here’s what we owe them.
    By Jon B. Wolfsthal, 10.2.23
    https://www.washingtonpost.com/opinions/2023/02/10/ukraine-nuclear-disarmament-escalation-risk/

    An alle: Geht auf die Demos so weit es euch möglich ist. Wagenknecht-Memo bei 430.000 Unterschriften.

    lg xyz

    1. @xyz
      von mir auch gutes Gelingen und alles Gute! Deine informativen Beiträge fehlen hier.
      Ein Frage hätte ich für irgendwann, wenn die Zeit wieder da ist und ich bis dahin nicht selber an das Buch gekommen bin. (ich hatte noch beim Spartaartikel geantwortet, nur leider viel zu spät) „… Hierzu interessiert mich diese Geschichte mit Sergei Sivoko, dem ehem.(?) Freund Selenskijs, der sich für eine «Initiative für Versöhnung und Einheit» ausgesprochen hatte. Nun ist er aus der Öffentlichkeit verschwunden. Hast Du in Petros Buch etwas Genaueres zu seinem Verbleib gelesen? …“ (zum Thema Verhandlungen)
      Wie gesagt, wenn Deine Zeit wieder da ist …

      Unsere Regierungen betteln ja förmlich um Krieg. Krim Rückeroberung, wobei jedem Kriegsbefürworter langsam auffallen sollte, dass es wohl doch nicht um die Ukrainer, um die Menschen geht … ;Mediale Panik um unbekannte Flugobjekte; B:bock schaut sich das „Schöner Wohnen“ im Untergrund in Helsinki an, eine Zukunft die sich hier sicher alle wünschen; usw. – die Liste ist lang. Alles keine guten Anzeichen …

      Über eines musste ich dann doch schmunzeln. Tagesschau Überschrift:
      Weißes Haus zu Flugobjekten: Keine Hinweise auf Außerirdische
      Stand: 14.02.2023 04:42 Uhr

      1. @Julia

        „Tragedy of Ukraine“ – falls du einen Ausweis der Bayerischen Staatsbibl. haben solltest – das Buch ist über den De Gruyter Katalog online lesbar: einlogg-link ggf hier:

        https://login.emedia1.bsb-muenchen.de/loginuser/bsbLogin.html

        re: Sergei Sivoko

        aus Tragedy of Ukraine Seiten: 240-243

        „(…)6.2.2 Sivokho’s National Platform for Reconciliation and Unity
        By far the best known domestic peace initiative was spawned with the approval
        of President Zelensky himself. The fact that he was forced to distance himself
        from it tells us much about the forces that oppose a lasting peace in Ukraine.
        In October 2019, Sergei Sivokho, the creative producer on Kvartal 95, Zelensky’s
        signature comedy show, was appointed a consultant to the NSDC. His pursyach view, as he describes it, was to give advice on humanitarian policy.⁵⁴ Sivokho felt
        that it was time to approach the issue of peace from a radically different perspective,
        by putting an end to what he termed “the war inside our own heads.”⁵⁵ His
        words instantly aroused the anger of Ukrainian nationalists, who were further
        outraged by his assertion that “the time has come to correct mistakes, to forgive
        and to ask for forgiveness … to talk to the people living in the uncontrolled territories.”
        ⁵⁶
        According to Sivokho,
        More terrible than the coronavirus is the virus of hatred. It is important to change not only
        the attitude of the state to its citizens, but the attitude of people to each other … We need
        new unifying principles and traditions.What my team is doing is trying to incline people to
        mutual understanding … because the peace that we are all seeking begins in the hearts and
        minds of every Ukrainian.⁵⁷
        At first Sivokho’s optimism seemed to be echoed by President Zelensky. During
        the 2020 Munich Security Conference, and then later that year at the Forum on
        Unity in Mariupol, Zelensky called for “a massive national dialogue” in which
        people could discuss Ukraine’s future face-to-face.⁵⁸ To this end, the creation
        of a National Platform for Reconciliation and Unity was announced in Mariupol,
        and formally presented to the public on March 12, 2020. That presentation lasted
        only twenty minutes, however, because a gang of about seventy young people
        from the National Corps (Azov) stormed into the hall shouting “traitor” and threw Sivokho to the ground.⁵⁹ Two weeks later he was fired from his advisory
        position at the NSDC.
        It may seem odd that talk of reconciliation and dialogue could arouse so
        much anger, until one realizes that what Sivokho is actually asking for is a fundamental
        shift in Ukrainian political thinking. He is suggesting that Ukrainians
        should recognize that they too bear a measure of responsibility for conflict in
        Donbass, and specifically for de-humanizing its residents. These policies, he
        says, did not begin in 2014, when the fighting started, but at least a decade earlier.
        ⁶⁰ Over the past eight years, official government hostility toward the people
        of Donbass has only made matters worse. As proof, he cites internal polling done
        by the Ukrainian government, that shows that only 10 percent of Donbass residents
        today want to return to Ukraine.⁶¹
        Since being fired, Sivokho has become even more critical of government policy,
        though never of his friend Zelensky. He has called for changes to the current
        language laws that severely restrict the public use of Russian.⁶² He has said that
        the government’s refusal to implement the Minsk Accords has forced Ukraine
        into “a dark and isolated corner,” and praised rebel leaders for offering free medical
        and educational services to people coming over the demarcation line, from Ukraine.⁶³ He even revealed that the rebels had made a formal proposal to Kiev
        to return all nationalized companies to their Ukrainian owners, and to make
        Donbass’s “special status” valid only until 2050, but that the Ukrainian government
        had refused to even discuss these ideas.⁶⁴
        Despite many setbacks and threats, over time the National Platform managed
        to gain new allies – more than seventy civic organizations coordinated
        their activities under the umbrella of the National Forum.⁶⁵ Sivokho was able
        to set up “peace hubs”: – safe spaces for dialogue modeled on those in Cyprus,
        former Yugoslavia, and Northern Ireland.⁶⁶ He also encouraged social media interaction
        among doctors, students, and tried to organize sporting events and talent
        shows across the demarcation line.⁶⁷ Since the Russian invasion of 2022, Sivokho
        and the National Platform have vanished from public discourse. (…)“

        Fußnoten:

         “Serhyi Syvokho Reveals His Responsibilities at Post of Advisor of National Security Secretary,”
        112 Ukraine, October 22, 2019, https://censor.net/en/news/3155154/serhiy_sivokho_reveals_
        his_responsibilities_at_post_of_advisor_of_national_security_secretary.
         Elena Poskannaya, “Sivokho: zhitelyam Donetskoi oblasti nikogda ne predlagali novykh politikov,”
        [Sivokho: The Residents of Donetsk Region Have Never Been Offered New Politicians]
        Gordon.ua, July 12, 2019, https://gordonua.com/publications/sivoho-zhitelyam-doneckoy-oblas
        ti-nikogda-ne-predlagali-novyh-politikov-vsegda-byli-kandidaty-kem-to-postavlennye-kem-to-ku
        plennye-i-lyudi-znali-kem-1105079.html.
         “Sivokho prizval Ukrainu poprosit proshcheniya u Donbassa,” [Sivokho Urges Ukraine to
        Ask for Forgiveness from Donbass] Novorossiya, November 20, 2019, https://novorosinform.
        org/sivoho-prizval-ukrainu-poprosit-prosheniya-u-donbassa-31504.html.
         Dina Vishnevsky, “Sergei Sivokho: ‘Stranu nuzhno spasat!,’” [Sergei Sivokho: “The Country
        Needs to Be Saved!”] KP v Ukraine, February 24, 2020, https://kp.ua/politics/660562-serhei-sy
        vokho-stranu-nuzhno-spasat.
         Natalia Lebed, “Plokhoi mir ili khoroshaya voina,” [A Bad Peace or a Good War] 112ua.tv,
        February 21, 2020, https://112ua.tv/statji/plohoy-mir-ili-horoshaya-voyna-chto-neset-platformaprimireniya-
        ot-sivohi-526515.html.
         Olesya Medvedeva, “Sergei Sivokho: ‘Otnoshenie komandy prezidenta k Donbassu menyaetsya,’”
        [Sergei Sivokho: “The Attitude of the President’s Team towards Donbass Is Changing”]
        Strana.ua, July 5, 2020, https://strana.one/articles/interview/276900-sivokho-v-intervju-olesemedvedevoj-
        rasskazal-pochemu-buksuet-mirnyj-protsess-na-donbasse.html; “Takaya vot ‘platforma’
        natsionalnogo primireniya,” [Such Is the “Platform” For National Reconciliation] Gordon.
        ua, March 12, 2020, https://gordonua.com/news/politics/takaya-vot-platforma-nacionalnogoprimireniya-
        s-tolkotney-i-oskorbleniyami-socseti-obsuzhdayut-konflikt-sivoho-s-nacionalistami-
        1490832.html.
         Anton Savichev, “Mir na Donbasse i platforma edinstva,” [Peace in Donbass and the Unity
        Platform] Vesti, November 16, 2020, https://vesti.ua/politika/sergej-sivoho-ukraina-sejchasvedet-
        peregovory-slovno-v-shage-ot-pobedy; Anna Revyakina, “Sergei Sivokho o tom, chto meshaet
        Ukraine vernut Donbass,” [Sergei Sivokho on What Prevents Ukraine from Returning Donbass]
        Ukraina.ru, February 24, 2021, https://ukraina.ru/interview/20210224/1030644960.html.
         “Sivokho s boem prezentoval platformu primireniya,” [Sivokho Presented His Reconciliation
        Platform in Battle Mode] Korrespondent, March 12, 2020, https://korrespondent.net/ukraine/
        4203426-syvokho-s-boem-prezentoval-platformu-prymyrenyia; Anna Revyakina, “Sergei Sivokho
        o tom, chto meshaet Ukraine vernut Donbass.”
         Alesya Batsman, “Sivokho: V kakom statuse ya voploshchayu mirnye initsiativy prezidenta?,”
        [Sivokho: InWhat Capacity Am I Carrying Out the President’s Peace Initiatives?] Gordon.ua,
        May 15, 2020, https://gordonua.com/publications/sivoho-v-kakom-statuse-ya-voploshchayu-mir
        nye-iniciativy-prezidenta-v-statuse-sergeya-sivoho-1498867.html.
         “Sivokho tknul Ukrainu nosom v politiku LDNR,” [Sivokho Poked Ukraine’s Nose into the
        Politics of the Donetsk People’s Republic] Donetskaya Narodnaya Respublika, February 24,
        2021, https://dnr24.su/dnr/31859-sivoho-tknul-ukrainu-nosom-v-politiku-ldnr.html; Taras
        Kozub, “Intervyu s Sergeem Sivokho – o Donbasse i yazyke,” [Interview with Sergei Sivokho
        – about Donbass and Language] Vesti, September 20, 2021, https://vesti.ua/strana/sergej-sivoho-
        u-nas-svoj-vokabulyar-za-nego-nam-nachalo-priletat; Vadim Golovko, “Sivokho o peregovorakh
        Kieva s Donbassom i novykh predstavitelyakh ot ORDLO,” [Sivokho about Kiev’s Negotiations
        with Donbass and New Representatives from ORDLO] Dialog.ua, June 9, 2020, https://
        http://www.dialog.ua/ukraine/209099_1591700197.
         Anton Savichev, “Mir na Donbasse i platforma edinstva”; “Yermolaev pro zustrіch Zelenskoho
        z Baidenom ta povernennya Donbasu,” [Yermolaev on Zelensky’s Meeting with Biden and Return
        of Donbass] https://www.youtube.com/watch?v=hLprMiaS-bo. Yermolaev says that these
        proposals were made in October 2020.
         Olesya Medvedeva, “Sergei Sivokho: Prezident ne dolzhen boyatsya vypolnyat svoi obeshchaniya
        po miru na Donbasse,” [Sergei Sivokho: The President Should Not Be Afraid to Fulfill
        His Promises for Peace in Donbas] Strana.ua, July 5, 2020, https://strana.one/articles/inter
        view/276900-sivokho-v-intervju-olese-medvedevoj-rasskazal-pochemu-buksuet-mirnyj-protsessna-
        donbasse.html.
         Olesya Medvedeva, “Sergei Sivokho: ‘Otnoshenie komandy prezidenta k Donbassu menyaetsya’”;
        Alesya Batsman, “Sivokho: V kakom statuse ya voploshchayu mirnye initsiativy prezidenta?”
         Korrespondent, “Sivokho s boem prezentoval platformu primireniya”; Anton Pechenkin, “Sivokho
        rasskazal, kto stoit za atakoi natsionalistov,” [Sivokho Tells Who Is behind the Attack of
        the Nationalists] Vesti, March 12, 2020, https://vesti.ua/politika/mirnyj-protsess-neizbezhen-ieto-
        tolko-nachalo-intervyu-sivoho-vesti-ua; Taras Kozub, “Sergei Sivokho – o platforme primireniya
        i otnosheniyakh s OP,” [Sergei Sivokho on the Reconciliation Platform and Relations
        with the Office of the President] Vesti, March 19, 2020, https://vesti.ua/strana/sergej-sivoho-unas-
        s-ermakom-odin-vokabulyar; Aleksandr Terekhov-Kruglyĭ, “Sivokho: O primirenii na Donbasse
        i o budushchem KVN v Ukraine,” [Sivokho: About Reconciliation in Donbass and the Future
        of KVN (a popular Russian and Soviet game show – NP) in Ukraine] Ukraina.ru, May 27,
        2020, https://ukraina.ru/interview/20200527/1027816725.html.

        1. Danke Dir! Text gelesen und links schau ich mir in Ruhe an.
          Auweia – es bestärkt mich in meiner Aussage, dass sich Journalisten dieser Aufgabe annehmen müssen, diese vielen Fälle von sabotierten Friedensverhandlungen und Konfliktlösungen offenzulegen /+ Interessen dahinter etc. – es würde einen neuen Blick auf diesen Krieg ermöglichen.
          Was ich nicht verstehe, wie es sein kann, dass Sivokho weiterhin Kritik an der Regierung geübt hat, Selenskij gegenüber jedoch loyal bleibt. Auch wenn man den Druck mitbedenkt. Selenskij tut alles dafür, dass der Krieg andauert und verheizt achtlos“seine“ Menschen …

          Da hab ich eine kleine Kritik an Petro. Wie kann er solche Informationen so schwer zugänglich machen. Und trotz seines vorsichtigen Handelns, wie Du erwähntest, sollten gewisse Informationen doch an die Öffentlichkeit. Was bringt es, wenn wichtiges Wissen in 100€ Büchern verstaubt. MSM oder Andere sich diesem nicht annehmen. Nur vereinzelt sich Menschen die Mühe machen. Hat er nicht dann doch eine gewisse weitere Verantwortung dafür zu sorgen … ?
          Ich bin zu hart mit meinem Urteil, doch es nagt an mir, wenn ich bedenke, dass durch vernünftige Aufklärung einiges verhindert werden könnte.
          Und nun hat sich dieser Herr in Luft aufgelöst? Habe noch einen kleinen Artikel von ihm gefunden von August 22.

          Zugang zur Staatsbibliothek Bayern hab ich nicht, werde mich hier im Norden jedoch mal schlau machen. In der Stadtbibliothek gab es bisher keine Treffer (Leider nur die `üblichen Verdächtigen´ Bücher ) – aber ich werde dort anfragen. Danke für den Hinweis.

          Irgendwie hat mich die Tagesschau doch auf den Trichter gebracht, dass uns eventuell ja noch Außerirdische retten könnten. Da blende ich dann jeglichen Restverstand, den nicht noch hab, gern aus. Schutzmechanismus.

          1. Hier noch der Artikel den ich von Sivokho / Aug 2022 gefunden hatte. Nur falls Interesse besteht.
            https://klymenko-time.com/de/novosti/eksklyuziv-sergej-sivoho-rasskazal-ob-obstanovke-na-nepodkontrolnyh-ukraine-territoriyah-i-ob-ukrainskih-bezhenczah/ „Sergey Sivokho sprach über die Situation in den nicht von der Ukraine kontrollierten Gebieten und über ukrainische Flüchtlinge.
            Welche psychische Störung wird bei allen Ukrainern vorhanden sein?…“

            (werde nun keine weitere Zeit stehlen. Danke noch mal.)

            1. Habe heute früh gesehen … Overton bewirbt ein Buch von F. Davies (Buchtipps) – Ernsthaft? Nichts gegen Meinungsvielfalt, doch bei der Frau stoß ich an meine Toleranzgrenze.

              Ich habe das Anliegen, dass sich jemand mit G. Sasse befasst an jemanden weitergeleitet, der sehr gute und kritische Leserbriefe an die SZ schreibt. Vielleicht wird ja etwas daraus. (Mein Elfenbeinargument, damit Sasse selbst es ernst nimmt, seh ich als Humbug – wenn es mit Fakten betoniert ist, kann es auch eine Ameise (nicht abwertend gemeint!) schreiben. Ich hatte es wohl eher so gemeint, dass es gehört werden sollte.)

              Und xyz, eigentlich gern … hab sie mir notiert. Danke!
              (scheuer Vogel sitzt noch aufm sicheren Ast und versucht zu denken)

              1. (du kannst ja ggf auch ne anonyme email einrichten und mail an meine schicken.)

                Das mit Sasse ist halt Arbeit.

                Geht sicher, aber dem muss man sich „widmen“. Und Hilfe gibts keine. Außer man kennt Leute pers.

                Ein Historiker wird einen anderen öffentl. nicht bloßstellen wollen bzw. angreifen.

                v.a. nicht jetzt. (Solange es nicht um „echte“ Nazis geht, sondern nur „fake Nazis“.)

  22. Zu xyz „An alle: Geht auf die Demos so weit es euch möglich ist.“:

    Am 25.2.23 gibt’s auch entsprechende örtliche Demos z. B. in Bonn (13 Uhr Münsterplatz), Bielefeld (13 Uhr Jahnplatz) und Köln.
    In Köln um 17 Uhr am Alter Markt, es spricht u. a. Sevim Dagdelen.
    Aus dem Aufruf (Kompromiss aufgrund unterschiedlicher Standpunkte):

    „Wir demonstrieren daher für:
    • Den Stopp der Waffenlieferung aus Deutschland insbesondere an die Ukraine, für einen sofortigen Waffenstillstand, Friedensverhandlungen und den Wiederaufbau des vom Krieg zerstörten Landes
    • Die Beendigung aller Sanktionen, die der Verwirklichung der sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Menschenrechte des UN-Sozialpakts entgegenstehen
    • Umwidmung des 100-Milliarden-Hochrüstungspakets der Bundeswehr in ein Investitionsprogramm für Kultur, Soziales, Umwelt und internationale humanitäre Hilfe
    • Nukleare Abrüstung und die Abschaffung aller Atomwaffen, insbesondere den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen
    • Völkerverständigung und eine Kultur des Friedens, d. h. unter anderem die Wiederbelebung der eingefrorenen Städtepartnerschaften und des wissenschaftlichen und kulturellen Austausches mit Russland
    • Asyl für alle Kriegsdienstverweigerer, Deserteure und alle Menschen, die vor Kriegen fliehen und gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht in der Bundesrepublik.
    Brot, Frieden, Menschenwürde – in der Ukraine und weltweit!

    Es rufen auf (Stand 7. Februar):
    • Kölner Friedensforum
    • DFG-VK Köln
    • VVN-BdA Köln
    • AK Zivilklausel Köln
    • DiDf Köln
    • Arbeitskreis Bildung und Erziehung von Attac Köln
    • IG BAU Köln
    • Die.Linke Köln
    • Orga-Team der Unabhängigen Grünen Linken

    Wer für Frieden eintritt, geht vom Grundsatz gleicher Rechte für alle Menschen aus. Rassismus und Nationalismus sind mit einer Politik des Friedens, der Verständigung und der Humanität nicht vereinbar. Wir lehnen deshalb eine Zusammenarbeit mit Organisationen und Personen ab, die Menschenrechte nur für sich oder die eigenen Gruppe gelten lassen wollen.“

  23. München, 18.2.: Querfront gegen Kriegstreiber

    „Gegen die NATO-„Sicherheits“konferenz: Patrioten, Querdenker und ehrliche Linke gemeinsam. Auftakt am 18.2. um 11 Uhr am Karl-Stützel-Platz, Nähe Hbf.“

    „Große Proteste gegen die Münchner Sicherheitskonferenz (SiKo). Die NATO-Staaten wollen dort eine neue Offensive für den Kampf gegen Russland beschließen, unter anderem mit Kampfflugzeugen. Skandal: Für Kampfbomber wirbt schon der Chef der SiKo, Christoph Heusgen. Trotzdem werden erwartet: Scholz, Macron, Kamala Harris und natürlich Abgesandte aus Kiew. Hatten in den vergangenen Jahren nur die Linken demonstriert, gibt es dieses Jahr auch eine starke Mobilisierung aus unserem Spektrum. Den Auftakt macht die AfD München-Ost, auf der Kundgebung „Kriegstreiber stoppen“ um 11 Uhr am Karl-Stützel-Platz (Nähe Hbf) sprechen neben den MdBs Petr Bistron, Steffen Kotré und Christa Baum auch COMPACT-Chefredakteur Jürgen Elsässer und viele andere. Um 13 Uhr laufen wir zum nahegelegenen Königsplatz, um uns der Kundgebung der Querdenker („München steht auf“) anzuschließen. Dort sprechen unter anderem Diether Dehm (MdB Die Linke bis 2021) und Jürgen Todenhöfer (früher CDU und Burda-Chef). Dehm wird seinen Song „Ami go home“ spielen, das freut uns Patrioten ebenso wie ehrliche Linke.“

    „In München kann also gelingen, was als einziges den Krieg verhindern kann: eine Querfront über die bisherigen ideologischen Gräben hinweg, eine echte Volksfront.“
    (Quelle: https://www.compact-online.de/muenchen-18-2-querfront-gegen-kriegstreiber/)

    „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“. Napoleon Bonaparte

    1. „Querfront“ gegen Kriegstreiber mit
      Patrioten und „ehrlichen Linken“ ( unehrliche Linke bitte daheim bleiben )

      Willst du dem Diether Dehm eins reinwürgen und die Veranstaltung sprengen, oder was soll der Scheiß ?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert